Sperrung Bahnhofstraße

Die Sperrung der Bahnhofstraße 

wird erst Mitte nächster Woche 

aufgehoben!!!

Zeitraum ca. 12 oder 13 August 26

 

 

Ich möchte dies zum Anlass nehmen Ihnen mal ein paar Erlebnisse und Gedanken der letzten Wochen mitzuteilen.

 

5 ½ Wochen Vollsperrung. Zeit zum Nachdenken!

Die 5 ½ Wochen Vollsperrung der Bahnhofstraße in Süderlügum ist bald geschafft. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass sie vorbei ist. Es waren 5 ½ anstrengende Wochen, für die Anwohnerinnen und Anwohner, für Kraftfahrzeugführer, Radfahrer und Fußgänger, für die Bauarbeiter und auch für meinen Stellvertreter und mich.

Ich möchte dies zum Anlass nehmen, ein paar Gedanken loszuwerden.

Es gab Kraftfahrzeugführer, die lieber mit hoher Geschwindigkeit über den Seitenstreifen fuhren, statt einfach einmal zehn Sekunden zu warten bis das andere Fahrzeug vorbei war. Manche fuhren mehrmals täglich dieselbe Strecke und machten sich offenbar nur wenig Gedanken darüber, dass sie andere Menschen damit stören oder sogar gefährden könnten. In den Umleitungsbereichen wurden zum Teil eigenmächtig Hindernisse errichtet, damit niemand über den Gemeindegrund fährt, der natürlich liebevoll von den Anwohnern gepflegt wird aber nicht Eigentum ist.

Es gab Anwohner, die sich über Umleitungsverkehr in „ihrer“ Straße beschwerten, gleichzeitig aber ganz selbstverständlich selbst die Umleitung durch andere Wohnstraßen nutzten. Manchmal scheint Rücksicht nur dann wichtig zu sein, wenn man selbst betroffen ist.

Radfahrer und Fußgänger mussten teilweise auf den Seitenstreifen ausweichen oder den Fuß- und Radweg verlassen, weil Kraftfahrzeugführer keine Zeit hatten zu warten. Dass sie sich darüber geärgert haben, kann ich nur zu gut verstehen.

Und dann gab es leider auch noch diejenigen, die Absperrungen ignorierten, die Vollsperrung einfach missachteten über Gehwege umfuhren und lieber die Bauarbeiter beschimpften, anstatt die ausgeschilderte Umleitung zu fahren. Damit sind ausdrücklich nicht die Anlieger gemeint. 

Was mich dabei am meisten nachdenklich macht, ist nicht die Baustelle. Baustellen gehören dazu und gehen irgendwann vorbei. Nachdenklich macht mich vielmehr, wie wenig Geduld, Verständnis und gegenseitige Rücksicht wir Menschen inzwischen aufbringen.

Wir reden oft darüber, was in der Welt alles schiefläuft. Vielleicht sollten wir zuerst vor der eigenen Haustür anfangen. Ein wenig mehr Gelassenheit. Ein wenig mehr Respekt. Ein wenig mehr Verständnis für die Situation anderer.

Denn am Ende sitzen wir alle im selben Boot. Die Bauarbeiten wurden durchgeführt, damit unsere Infrastruktur verbessert wird und davon profitieren wir am Ende alle.

Ich wünsche mir, dass wir bei der nächsten Herausforderung wieder etwas mehr zusammenrücken und uns daran erinnern, dass ein freundlicher Umgang miteinander niemandem schadet, im Gegenteil.

Denken wir einfach einmal darüber nach.

Ihre Bürgermeister

Stefan Sendler und stellv. Momme Jürgensen

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