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Rebhühner schützen

Süderlügum startet Wegenetz für’s Rebhuhn

Wie kann das aussehen? Die Gemeinde Süderlügum hat sich dazu entschieden, ein rebhuhnfreundliches Wegenetz zu planen. Das bedeutet, die Gemeinde mäht in unmittelbarer Nähe von Rebhuhnvorkommen erst später im Jahr oder sogar nur alle zwei Jahre. Selbstverständlich ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden. Die Wahrung der Verkehrssicherheit erfordert, dass Kurven, Kreuzungen und Einfahrten freigehalten werden. Auch landwirtschaftlich Arbeitende müssen ihre Einfahrten zu Feldern gut erkennen können.

 

Warum in Süderlügum?

Im Februar und März diesen Jahres führte die „Lokale Aktion Runder Tisch Naturschutz NF“ zusammen mit zahlreichen engagierten Helfenden aus der Region Südtondern Zählungen von Rebhühnern durch. Im Bereich um Süderlügum konnten nennenswerte Rebhuhnbestände erfasst werden. Ein Hinweis darauf, dass die Agrarlandschaft hier noch für die Feldvögel intakte Strukturen aufweist. Um die bestehende Population zu unterstützen und gleichzeitig die künftige Zunahme der Tiere sicher zu stellen, werden möglichst viele Flächen gezielt rebhuhngerecht hergerichtet. Gleichzeitig profitieren hiervon auch viele andere Feldvogelarten.

Was braucht das Rebhuhn zum Leben? Rebhühner zählten vor 50 Jahren zu allseits bekannten Feldvögeln. Heute sind sie kaum noch in der Feldflur anzutreffen. Unsere moderne Landwirtschaft mit ordentlichen Feldern, wenigen Feldfrüchten und die Zersiedlung der Landschaft mit Baugebieten schadet ihnen. Lebensräume und Futtergrundlage gingen verloren. Hinzukommt der durchaus riskante Lebensstil der Rebhühner. Schlafen, fressen, brüten – die meisten Aktivitäten finden am Boden statt. Neben der Landwirtschaft, die mit Brachen und Blühflächen etwas Gutes für Rebhühner leistet, sind Wegesränder ein weiterer wichtiger Bestandteil. Waldige Gebiete meiden die Hühner. Als Feldvogel wollen sie weit gucken. Wegesränder bieten hier Versteck und direkt daneben die Möglichkeit Ausschau zu halten oder auf sandigen Wegen zu hudern. Je breiter ein ungemähter Wegesrand ist, umso sicherer sind Eltern und vor allem Küken vor beispielsweise Füchsen, die gerne die Randbereiche nach potenziellen Mahlzeiten absuchen. So ein ungemähter Wegesrand sieht vielleicht unordentlich aus, ist aber für viele Tiere wichtiger Lebensraum. Wenn es sich um unproblematische Wege handelt, wird dem Rebhuhn durch weniger Mähen mehr Deckungsraum geschenkt.

Die Lokale Aktion ist Teil eines deutschlandweiten Verbundprojektes, das unter anderem das Ziel verfolgt, dieser so selten gewordenen Art wieder mehr Lebensraum zurückzugeben und den Räubern das Auffinden der Vögel zu erschweren. Bei Fragen zum Projekt oder zu rebhuhnfreundlichen Maßnahmen wenden Sie sich gerne an die Gemeinde Süderlügum oder an die Lokale Aktion Runder Tisch Naturschutz NF (www.naturschutz-nf.de).

 

Marit Scharrmann Conceição

 

 

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